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Bad Kreuznacher Filmprojekt "Handlauf Orange"


HANDLAUF ORANGE

- eine Dokumentation, ein Kunstprojekt,
   ein Abenteuer, eine Begegnung


Eine Kreisstadt: schmuckes Kurviertel mit dem Charme der Jahrhundertwende, aber auch - wie im „Pariser Viertel“ - verfallene Fassaden und Spekulationsruinen.
Die Hälfte der Menschen, die hier leben sind Migranten.

Integration ist hier ein brennendes Thema.

An der Schnittstelle zum Kurviertel liegt eine finstere Unterführung voll wilder Graffities. Dies ist der Ort der Handlung. Jugendliche sollen an dieser Verbindungsstelle der Kulturen Kunst entstehen lassen und ein Zeichen für Integration setzen. Der Street Art-Künstler, Lothar Reinhardt entwickelte das künstlerische Konzept: Orange verbindet!


Mit Einfühlungsvermögen und Sinn für Humor, aber auch dem kritischen Blick des Journalisten, beobachtet Jörg Rehmann das Projekt „Street Art“ des CJD Bad Kreuznach.


Eine klare Ansage, aber auch Vertrauen in die Fähigkeiten der Teilnehmer bestimmten die Projektarbeit. Die Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und Altersstruktur beginnen mit dem Abenteuer Integration….

Info´ s unter: www.cjd-badkreuznach.de oder unter

http://www.youtube.com/user/SoonFilmRLP

Ehrenamt und Ausbildung - Im Projekt TAKE IT engagieren sich ehrenamtliche Ausbildungspaten

Jedes Jahr suchen viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz.

Mit dem Projekt TAKE IT bieten INBI, das Institut zur Förderung von Bildung und Integration,
und AGARP, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Rheinland-Pfalz, jungen Menschen die Möglichkeit, dem Ziel Ausbildungsplatz ein Stück näher zu kommen.

TAKE IT! – das steht für „Toleranz, Ausbildung, Kompetenz und Engagement im Team“. Und im Teambegriff liegt auch die erste Besonderheit: das Team besteht nicht nur aus den Teilnehmer/innen und den Projektmitarbeiter/innen, sondern auch aus so genannten „Ausbildungspaten“. Das sind junge Männer und Frauen, die ihren Weg durch eine Berufsausbildung bereits weit fortgeführt oder sogar erfolgreich beendet haben. Sie motivieren als positive Beispiele und unterstützen diejenigen, die erst noch einen passenden Ausbildungsplatz finden müssen, auf Augenhöhe. Die „Ausbildungspaten“ selbst lernen durch diese ehrenamtliche Tätigkeit Verantwortung zu übernehmen und erweitern und verbessern ihre sozialen Handlungskompetenzen (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit). Sie können ihre eigenen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Teilnehmern reflektieren, ihr Selbstbewusstsein durch ihre Beratungskompetenz stärken und somit im Ganzen ihre Persönlichkeitsentwicklung (z.B. Befähigung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit) vorantreiben.

Konkret unterstützen die Paten die Teilnehmer/innen beispielsweise im Rahmen der beruflichen Orientierung: sie stellen ihren Beruf vor, erklären den Ablauf der Ausbildung und informieren über den Alltag in ihrem Betrieb. Bei gemeinsamen Aktivitäten (z.B. Betriebsbesichtigungen), Schulungen, Workshops und Gesprächen werden die Teilnehmer/innen von den Paten beraten und bei der Ausbildungsplatzsuche begleitet. Durch ihre eigenen Erfahrungen können die Paten bei Rückschlägen und Misserfolgen Unterstützung bieten und dabei helfen, die Motivation für eine aktive Ausbildungsplatzsuche aufrecht zu erhalten.

Umrahmt wird das Projekt vom Bundesprogramm „XENOS – Integration und Vielfalt“. Das Programm integriert Aktivitäten gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in arbeitsmarktbezogene Maßnahmen an der Schnittstelle zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitswelt. XENOS ist Teil des Nationalen Integrationsplans der Bundesregierung und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Auch die beiden rheinland-pfälzischen Ministerien für Arbeit und Wirtschaft, der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration sowie der Landkreis Mainz-Bingen unterstützen XENOS. Abgeleitet vom altgriechischen xénos (der Fremde, der Gastfreund) zielt das Projekt auch auf die Steigerung von Toleranz, Weltoffenheit und auf gesellschaftliches Engagement hin. In gemeinsamen Workshops werden sich daher Teilnehmer/innen und Paten Themen wie „(Anti-)Rassismus“, „Demokratie“ oder auch „Ehrenamt“ widmen.

Das ganzheitliche Konzept des Projektes konzentriert sich aber nicht nur auf die Unterstützung unversorgter Lehrstellenbewerber/innen. Speziell der Projektpartner AGARP wird zusätzlich Workshops und Seminare zu den Themen „Diversity Management“ und „Interkulturelle Öffnung von Betrieben“ anbieten. Die Workshops richten sich an alle interessierten Unternehmen und sollen dazu beitragen, dass diese einen optimalen, produktiven Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt entwickeln.

Schließlich werden auch die Eltern mit eingebunden und besser über den beruflichen Werdegang ihrer Kinder informiert. Insgesamt soll dieses Projekt dazu beitragen, das Bewusstsein in der Gesellschaft für den
Wert von ehrenamtlicher Tätigkeit, für die Bedeutung einer fundierten Ausbildung der jungen
Generation sowie gegen Rassismus und Diskriminierung zu steigern. Peimaneh Nemazi-Lofink, Institutsleiterin von INBI betont: „Unser Ziel bei diesem Projekt ist nicht ausschließlich die Unterstützung von Jugendlichen hinsichtlich ihrer Ausbildung. Das Projekt ist viel mehr so ausgelegt, dass es dazu beiträgt, einen Paradigmenwechsel in der
Gesellschaft zu begünstigen. Vorurteile werden abgebaut und junge Menschen werden dazu ermutigt, sich füreinander einzusetzen.“

Seit August 2009 befinden sich die TAKE IT-Teilnehmer/innen in den Räumen des INBI in der Mainzer Neustadt. Sie werden vor Ort bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen unterstützt. Zudem werden ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen weiterentwickelt.
Jugendliche, die gerne am Projekt teilnehmen möchten, und junge Erwachsene, die sich für die Tätigkeit als „Ausbildungspate“ interessieren, können sich fortlaufend bei INBI melden. Obwohl das aktuelle Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, gibt es auch für Betriebe noch immer die Möglichkeit, Ausbildungsplätze bereitzustellen. Betriebe, die zum ersten Mal ausbilden oder einen zusätzlichen Ausbildungsplatz schaffen möchten, werden deshalb gebeten, sich schnellstmöglich mit INBI in Kontakt zu setzten:

Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI),
Wallaustr. 113,
55118 Mainz,
Tel.: 06131/617297,
E-mail: institut(at)inbi-mainz.de

Weitere Informationen zum Projekt können Sie dem Flyer entnehmen.

Beispiele guter Integrationsarbeit

Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt"

Die Aktionspartnerschaft "Vorsprung durch Vielfalt" rückt die Potenziale der rund 700.000 in Rheinland-Pfalz lebenden Menschen mit Migrationshintergrund in den Mittelpunkt. Denn sie und ihre Talente, Kompetenzen und Erfahrungen einzubeziehen hat nicht nur positive Folgen für die jeweilige Person und Organisation, sondern besonders auch für die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft. Die Aktionspartnerschaft wendet sich an Unternehmen und öffentliche Verwaltungen in Rheinland-Pfalz mit dem Ziel, gute Beispiele für eine Unternehmens- und Kommunalpolitik der Vielfalt aufzuzeigen und Betriebe und Verwaltungen dazu anzuregen, in ihren Organisationen die Vorteile der Vielfalt zu nutzen. Zahlreiche Partner sind der Aktionspartnerschaft beigetreten.

InDica & InDicaPlus

InDica

InDica ist im November 2002 als Teilprojekt von InPact mit der ersten Fortbildungsreihe für Multiplikator/innen gestartet. Seitdem konnten an sechs Standorten in Rheinland-Pfalz über 137 Menschen mit Migrationshintergrund für die Aufgabe gewonnen werden, in ihrer Muttersprache umfassendes Wissen über das rheinland-pfälzische Schulsystem und die Formen der Elternmitwirkung in der Schule, über Sprachförderung und Mehrsprachigkeit, über Berufswahl und Ausbildungswege an Eltern weiterzugeben. 

Insgesamt haben in Mainz, Germersheim/Haßloch, Trier, Koblenz, Ludwigshafen und Landau über 1300 Eltern an den Informationsveranstaltungen teilgenommen. So fanden bisher über 100 Elterninformationsveranstaltungen in verschiedenen Sprachen statt. Die Elternveranstaltungen werden von Multiplikatoren/innen, die durch ihren eigenen Migrationshintergrund und ihre jeweilige Tätigkeit einen guten Zugang zu den Eltern haben, selbständig organisiert, beworben und durchgeführt. Zur Vorbereitung auf diese Aufgabe werden für die Multiplikatoren/innen kostenlose Fortbildungsveranstaltungen angeboten. 

Seit den Anfängen hat sich das Teilprojekt InDica weiterentwickelt, so dass es inzwischen nicht mehr InDica, sondern InDicaPLUS heißt.

Kontakt: 

InPact Projektgruppe
Musgana Tesfamariam & Sibel Soyer
Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Rheinland-Pfalz
Frauenlobstraße 15-19
55118 Mainz

Tel.: 0 61 31 – 60 40 82

Musgana.Tesfamariam@agarp.de

Sibel.Soyer(at)agarp.de

 

Kindertheater International

Seit 1990 ist das Kindertheater International ein Begriff in Ludwigshafen und seit 1991 auch in Speyer, Bad Dürkheim und Haßloch. Kindertheater International ist schwerpunktmäßig ein Angebot für Kindertagesstätten und Schulen. Da aber Theater auch ein gemeinsames Erlebnis ist, gilt das Angebot auch für Eltern mit ihren Kindern.

Das Motto des Kindertheaterfestivals ist "Freundschaft – Feindschaft, Fremdsein – Anderssein". Vielen Stücken ist die Auseinandersetzung mit Konflikten gemeinsam, die durch das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, Familien, Gruppen und Einzelner entstehen. Menschlichkeit, Toleranz, Vertrauen und Freundschaft nehmen spielerisch den Kampf auf gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung Andersdenkender. Den Kindern soll die Vielfalt und der Formenreichtum der Kindertheaterwelt nahe gebracht werden, die Freude am Theater wecken und alternative Freizeitgestaltung vermitteln.

Veranstalter und Ansprechpartner
Kulturbüro Ludwigshafen, Tel.: 0621/504-2262
Kulturbüro Bad Dürkheim, Tel.: 06233/935140
Kinder- und Jugendtheater Speyer, Tel.: 06232/77028
Jugend- und Kulturhaus Blaubär, Tel.: 06324/92540

 

Multi-Kulti-Kids im Dekanat Maria Martental

Das Projekt, entstanden 1993 aus der Initiative des AK Antifaschismus im Dekanat Maria Martental, fördert die interkulturelle Kinder- und Jugendsozialarbeit im ländlichen Raum. 

Das Projekt setzt sich mit seinem Angebot für die Integration von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien ein; es vermittelt Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien und einheimischen Kindern und Jugendlichen interkulturelles und soziales Lernen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen hat sich als wichtiger Schritt für einen interkulturellen Lernprozess bewährt. Zu Multi-Kulti-Kids kommen inzwischen über fünfzig Kinder und Jugendliche. 2004 wurden die Multi-Kulti-Kids beim Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt“ ausgezeichnet.

Kontakt:

Projekt Multi-Kulti-Kids

Brückenstr. 7

56727  Mayen

Ansprechpartner: Markus Göpfert, Yvonne Krämer

Telefon: 02651-98690

Telefax: 02651-986917</p>

E-Mail: goepfert-m(at)caritas-mayen.de

Projektträger Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Neustadt – Projekt Mainz

Das Neustadt-Projekt ist eine interkulturelle Einrichtung, d.h. es gibt Raum für den Austausch unter Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und schafft einen Ort der Akzeptanz für alle. In Kooperation mit den Stadtteilbewohnerinnen und -bewohnern sowie anderen sozialen und politischen Einrichtungen und Organisationen leistet das Mainzer Neustadt-Projekt mit seiner Bildungs- und Kulturarbeit einen Beitrag zur Bereicherung des kulturellen und sozialen Zusammenlebens in der Mainzer Neustadt. 

Die Aktivitäten reichen von Kontaktmöglichkeiten und Treffen über Rat- und Unterstützungsangebote bis zu sprachlichen und beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen sowie kulturellen und politischen Veranstaltungen. Die Angebote richten sich vor allem an Kinder, Jugendliche und Frauen. 

Konkrete Aufgaben des Neustadt-Projektes sind auch der Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie politische Lobbyarbeit für Migrantinnen und Migranten. 

Im September 2008 feierte das Neustadt-Projekt 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde eine Broschüre herausgegeben, die Sie hier herunterladen können.

Broschüre 25 Jahre Neustadt-Projekt herunterladen (PDF, 1084kB)

Kontakt:
Luciano Becht, Sibel Soyer und Doris Hormel
Goethestr. 7

55118 Mainz
Tel.: (0 61 31) 67 99 57

Fax: (0 61 31) 67 05 67
E-Mail: info-np@arbeit-und-leben.de

 

Kultur Rhein-Neckar e.V. 

Die Förderung der regionalen Kultur steht im Fokus des 1995  gegründete Verein Kultur Rhein-Neckar e.V. (KRN) aus Ludwigshafen.

Der Verein lädt ein zum Dialog zwischen den Kulturen, Künstlern und Kunstfreunden, er veranstaltet kulturelle Events (z.B. "Inselsommer") und setzt sich kontinuierlich mit kulturpolitischen Themen auseinander
("Kulturpolitische Gespräche"). Schwerpunkt des Kulturvereins ist die interkulturelle Kulturarbeit.

Bereits mit seinem ersten großen Projekt, dem deutsch-russischen Kulturaustauschprojekt "QUATTROLOGE", stieß der Verein auf große Resonanz. Das nachfolgende Vorhaben, die 2005/2006 durchgeführte Ausstellung "Anellino -- Zur Geschichte der Italiener in Ludwigshafen", wurde zur bislang bestbesuchten Ausstellung im Stadtmuseum Ludwigshafen.

Über 10.000 Besucherinnen und Besucher, viele davon mit Migrationshintergrund, haben die Ausstellung gesehen und bestätigten das Konzept des Vereins, die Geschichte der Migration aufzuarbeiten und Erinnerungsarbeit mit kreativen und künstlerischen Methoden zu leisten.

Kontakt:

Verein Kultur Rhein-Neckar e.V

EleonoreHefner
Brucknerstr. 13

67061 Ludwigshafen

Tel.: 0621 / 56 72 66

Fax: 0621 / 56 29 70

info(at)KulturRheinNeckar.de

www.KulturRheinNeckar.de